Blog and the City oder ein Schnitzel für New York

Was ist der schönste Dank für einen Gastronom und sein Team? Für uns sind das leergegessene Teller, die uns signalisieren, dass sich unsere Mühe gelohnt hat, und Gäste, die wiederkommen. So einfach. Großes Lob brauchen wir nicht. Die Geste ist solider. Das zweitschönste Feedback, die Kirsche auf der Sahne, sind Kritiken wie die von Cindy Adams, der Queen of Gossip bei der ‚New York Post’ – eine der ältesten und auflagenstärksten Tageszeitungen der USA. Der Hintergrund ist, dass Miss Adams unlängst gemeinsam mit der Grande Dame des amerikanischen Journalismus, Barbara Walters, in Berlin zu Besuch war und das borchardt als „Best Restaurant In Town“ betitelt hat – nachzulesen in „Berlin: Historic city, modern feel“:

New York Post

Dass wir und unser fleischgewordenes Aushängeschild Erwähnung in Miss Adams Text finden („Order Wiener Schnitzel at borchardt“), hat uns mächtig geschmeichelt. Schließlich gibt es ja nicht jeden Tag den Kopf getätschelt. Noch besser fanden wir allerdings, dass diese Top-Bewertung auf Ron Lauder zurückgeht, den Präsidenten des weltberühmten Museum of Modern Art in New York und Sproß des Estée Lauder-Kosmetik-Imperiums. Eine kleine Inhouse-Recherche ergab, dass Lauder vor nicht all zu langer Zeit bei uns zu Gast gewesen und sein Urteil demnach frisch ist. Mehrere unser Kellner schwören nun, dass ihr fabelhafter Service Lauders Urteil beflügelt haben muss, denn: „Er saß an meinem Tisch!“.

Proud Mary

Tisch hin oder her, unseren Chef, Roland Mary, haben wir selten (wenn auch nur sehr kurz) sprachlos erlebt. Der Songtitel ‚Proud Mary’ hat seitdem eine andere Bedeutung für uns. Wir fühlen uns restaurantkritisch ein bisschen wie mit Eichenlaub behängt. Und nun? Wollen wir es jetzt der BILD Zeitung gleich tun und eine Filliale in Übersee errichten? Oder expandieren wir vorerst nicht in den Big Apple und bleiben ‘nur’ in Berlin? Um noch einmal unseren Boss zu zitieren, der uns schnell auf den Boden zurückholte und stets sein härtester, eigener Kritiker ist: „Das ist eine sensationelle Bestätigung, andererseits aber auch Ansporn, es in Zukunft mindestens genau so gut zu machen, wenn nicht noch besser“. Vor dem Essen ist eben nach dem Essen. Und weiter geht’s!

Bis die Tage!

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